Römische Grabstelle

Bestattungsplatz am römischen Gutshof „An den Maaren“

Ausgrabung:

Die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn führte bis 1965 Ausgrabungen im römischen Gutshof „An den Maaren“ durch.
Der zum Gutshof gehörende Bestattungsplatz wurde 1962 untersucht.
Freigelegt wurden zwei aus Stein gemauerte quadratische Grabbauten. Im Umfeld lagen einfache Urnengräber, Brandschüttungsgräber, Ziegelplattengräber und Verbrennungsplätze.
Die Gräber wurden im 2. und 3. Jahrhundert n. Chr. angelegt.

Römische Gräber:

Während der Römerzeit besaß jede größere Siedlung einen Bestattungsplatz. Dieser lag meist außerhalb des eigentlichen Gutshofs an Straßen oder Wegen. Für Reisende sollten die Gräber von Weitem gut sichtbar sein und den Wohlstand der Bewohner erkennen lassen. Der Leichnam des Verstorbenen wurde in
einer Prozession zum Verbrennungsplatz gebracht. Es folgten Rituale mit lauten Klagen und Gesten. Speisen und Getränke dienten als Opfer- und Grabbeigaben.
Die sterblichen Überreste wurden in einer Urne gesammelt. Beigaben wie Schmuck, Waffen oder Werkzeuge sollten dem Toten im Jenseits zur Verfügung stehen.
Die Bestattungsplätze dienten nicht nur dem Gedenken an die Verstorbenen, sondern waren auch Ausdruck von sozialem Status und kulturellen Vorstellungen.
Die Gräber im Ahrweiler Wald liefern uns Hinweise, wie die Römer einst im Gutshof „An den Maaren“ lebten.

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